Unser Verein

Der MSC Schlüchtern e.V. ist ein Ortsclub des ADAC Hessen-Thüringen e.V. und Mitglied im Landessportbund Hessen (LSBH) sowie im Hessischen Fachverband für Motorsport (HFM). Als Veranstalter von Wettbewerben im Endurosport ist der MSC Schlüchtern Mitglied in der Interessengemeinschaft Endurosport Deutschland (IGE).
Im Verein ist eine Jugendgruppe für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 21.Lebensjahr integriert.
Für die Trainings- und Lehrgangsbetreuung verfügt der MSC Schlüchtern über eigene DOSB-C-Lizenztrainer für Motorsport.
Der MSC Schlüchtern ist in den Off-Road-Motorsportarten Autocross, Rallycross, Motocross und Endurosport aktiv und richtet regelmäßig Läufe bis zum DM-Prädikat – in früheren Jahren sogar zur Autocross-Europameisterschaft – aus.

Interessierte Mitglieder haben neben den üblichen Helferaktivitäten in einem Verein sowie der ehrenamtlichen Funktion als Vorstandsmitglied bei uns vielfältige Möglichkeiten, sich darüber hinaus zu engagieren.
Die Ausbildung zu Sportwarten des DMSB (Deutscher Motorsport Bund) wird von der Funktion als „Streckenposten“ bei Rennveranstaltungen, als „Leiter der Streckensicherung“ bis hin zum „Rennleiter“ und „Zeitnahme-, Technischer oder Sportkommissar“ vom Verein gefördert und unterstützt. Daran interessierte Motorsportfreunde melden sich sehr gerne beim Vorstand zur Absprache des weiteren Vorgehens.

Vorstand:
1. Vorsitzender: Harald Köpf
2. Vorsitzender: Andreas Förster
Kassierer: Thomas Leipold
Sportleiter: Björn Urbach
Schriftführer: Patrick Siebert
Verkehrsleiter: Sören Urbach
Beisitzer: Heiko Müller

Unsere Strecke
Unsere Motorsportanlage ist der Ewald-Pauli-Ring in 36381 Schlüchtern. Er befindet sich zwischen Schlüchtern-Innenstadt und dem Ortsteil Hohenzell.
Auf unserem Motorsportgelände sind auf dem teilweise asphaltierten 920 m langen Rundkurs Trainings und Rennen im Auto- und Rallycross sowie im Innenraum im Motocross und Endurosport – mit Waldpassage – möglich.

 
 
Anfahrt: Ewald-Pauli-Ring
-Von der BAB A7 (Abfahrt Fulda Süd) kommend Richtung Frankfurt/Main, A66, Schlüchtern-Süd, fahren.
-Von der BAB A7 (Abfahrt Bad Brückenau/Volkers) kommend Richtung Sterbfritz/Schlüchtern fahren.
Am Ortsausgang Schlüchtern links einordnen und Richtung Hohenzell abfahren.
-Von der BAB A66 (Abfahrt Schlüchtern-Süd) kommend Richtung Schlüchtern fahren.
Direkt hinter dem Ortseingangsschild scharf rechts Richtung Hohenzell abbiegen.
-Am Ende des Wäldchens nach der Steigungsstrecke links einordnen, dem Schild „Ewald-Pauli-Ring“ folgen und am Eingangstor der ehemaligen Deponie links vorbeifahren.
GPS-Daten: 09°31“E // 50°19“N

 
 
 
 

Mitgliedschaft

Wir würden uns sehr freuen, Sie als neues Vereinsmitglied begrüßen zu dürfen.
Für Kinder besteht bis zum 21.Lebensjahr die Möglichkeit, bei Mitgliedschaft von mindestens einem Elternteil kostenlos Mitglied unserer Vereins-Jugendgruppe zu werden und damit über unseren Dachverband ADAC Hessen-Thüringen eine Haftpflicht und Unfallversicherung für Vereinsaktivitäten – auch Training – zu erlangen.

Downloads:

Aufnahmeantrag Mitglieder 2018 NEU
Aufnahmeantrag Jugendgruppe mit Haftungsausschluss (beides erforderlich)

Sponsoren

Neben unseren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern und Helfern, die mit ihrem Einsatz und ihrer Begeisterung für den Motorsport die Veranstaltungen erst möglich machen, sind wir unserem Dachverband, dem ADAC Hessen-Thüringen, mit seiner Vereins- und Sportförderung zu großem Dank verpflichtet.
Gleichwohl schätzen wir im gleichen Maße die Unterstützung unser Sponsoren und Gönner in den verschiedensten Bereichen unseres Vereinslebens.
Herzliches Dankeschön allen unseren Partnern, Sponsoren und Gönnern sowie der Stadtverwaltung Schlüchtern und der Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises.

Unsere Vereinsgeschichte

Der Motorsportclub (MSC) Schlüchtern e.V. im ADAC feiert am 17. Mai 2022 seinen 70. Geburtstag.

Am 09. Mai 1952 lud die VHS Schlüchtern auf Anregung von Gendarmerie-Kommissar Josef Rieger, Schlüchtern, zu einer öffentlichen Aussprache im Sitzungssaal des Landratsamts über aktuelle Verkehrsprobleme in der Stadt und im Landkreis ein. Herr Rieger hob in seiner Rede die Notwendigkeit der Erhöhung der Verkehrsdisziplin hervor und kritisierte vor allem bei den Motorradfahrern die „Kurventechniker und Geräuschemacher“ sowie „fahren ohne Schlusslicht, das eben noch gebrannt hat“………(Kennzeichenbeleuchtung).
Durch die vorgetragenen Ausführungen angeregt, entstand bei einigen Motorradfahrern der Plan, einen Motorsportclub zu gründen.

Man verabredete sich für den 17. Mai 1952 zu einer Aussprache über den Sinn und Zweck eines Motorsportclubs.
Nach angeregter Diskussion wurden dabei als Ziele des neu zu gründenden Vereins der Zusammenschluss aller Motorsportinteressierten, die Hebung der Verkehrsdisziplin, der Anschluss an einen Dachverband (ADAC/AvD/DMV) und die Ausrichtung von motorsportlichen Aktivitäten festgelegt.
Laut Sitzungsprotokoll der Gründungsversammlung vom 17. Mai 1952   gründeten daraufhin  25 Herren – meist Motorradfahrer – in der Gaststätte der „Grabenturnhalle“ (heute auf dem Gelände der Fa. Fiat-Fehl) den MotorSportClub Schlüchtern mit Sitz in Schlüchtern.

Ein vorläufiger Vorstand wurde gewählt. Die Versammlung beauftragte diesen mit der Einberufung und Werbung für die 8 Tage später angesetzte erste Hauptversammlung des Vereins. Durch Hinweise in der Tageszeitung und „Mund zu Mund“-Werbung fanden sich am 25. Mai dann 45 Motorsportinteressierte ein und wählten nach vorangegangenen Referaten und einer Aussprache durch Zuruf den ersten Vorstand des MSC Schlüchtern, der an diesem Abend auch seinen Namen erhielt.

Die erste Hauptversammlung seiner Vereinsgeschichte am 25. Mai 1952 endete mit der Wahl eines ersten Vorstands:

1.Vorsitzender:    Fritz Pauli, Schlüchtern
2.Vorsitzender:    Josef Rieger, Schlüchtern
Schriftführer:        Ernst Köpf, Schlüchtern
Sportwart:            Friedel Druschel, Schlüchtern
Kassierer:            Hermann Sauer, Schlüchtern-Elm
Techn. Berater:   Herbert Mader, Schlüchtern-Elm

Das Beitrittsgeld zum Club betrug 1,- DM, der erste monatliche Mitgliedsbeitrag 0,75 DM.

Nach mehreren Versammlungen mit Vorträgen von Vertretern des ADAC, des AvD sowie des DMV und der Tatsache, dass von den ca. 8000 Mitgliedern des DMV etwa 90% aktive Motorsportler waren, trat der MSC Schlüchtern am 26. Juni 1952 dem Deutschen Motorsportverband (DMV) bei.

Heute hat der Verein – inklusive seiner Jugendgruppe – ca. 300 Mitglieder, von denen einige in ihrer jeweiligen Ära sehr erfolgreich und weit über die Grenzen Schlüchterns bekannt waren und heute noch sind – genauso wie die vom MSC Schlüchtern veranstalteten Rennen mit Prädikaten bis hin zur Europameisterschaft.

Nach der Vereinsgründung begannen die motorsportlichen Aktivitäten am 22. Juni 1952 mit einer „Fuchsjagd“ für Motorräder durch das Schlüchterner Kreisgebiet. Der „Fuchs“ – Sportwart Friedel Druschel – hatte einen Vorsprung von 1 Stunde. Nach rund 60 km und einer Fahrzeit von 105 Minuten wurde der „Fuchs“ von seinen Verfolgern „erlegt“.
Der Vorsitzende Fritz Pauli nahm die Siegerehrung vor: Sieger in der 125-er Klasse wurde Fritz Gass (DKW), in der 250-er Klasse Heinz Würfl (DKW) und Karl-Heinz Schäfer (BMW) sowie in der Klasse bis 500 ccm Hermann Horchler und Ernst Köpf (beide BMW). Nach Zeitungsberichten standen die Einwohner der durchfahrenen Dörfer in Scharen an der Straße und applaudierten den Fahrern.

Zahlreiche Vereinsmitglieder nahmen in 1952 schon an den damalig sogenannten „Geschicklichkeitsfahrten“ für Motorräder, die oft innerhalb von Sportfesten durchgeführt wurden, in Dipperz, Petersberg, Schlitz und Schotten teil.
Auch beim Grasbahnrennen des Frankfurter MSC vertraten vor 5000 Zuschauern sechs Fahrer – Georg Schmidt, Horst Hinkelmann, Gerhard Mader, Wilhelm Gutermuth, Ernst Köpf und Heinz Würfl – die Farben des MSC Schlüchtern. Absolut schnellster und erfolgreichster Fahrer des MSC Schlüchtern war Heinz Würfl auf seiner DKW.
Beim, im September 1952, vom „MSC Rund um Schotten“ veranstalteten ersten Nachkriegs-Motocross belegten Georg Schmidt und Horst Hinkelmann auf ihren Puch – trotz Strassenreifen – den 2. und 3. Platz.
In der Klasse bis 175ccm war Heinz Würfl die Sensation des Renntages: Nach einer Startkarambolage fuhr er auf seiner DKW als Letzter dem Feld hinterher, war nach der ersten Runde Dritter und fuhr nach der zweien Runde den Sieg sicher nach Hause!!

Im Juni 1953 verfolgten 2600 Zuschauer das zur Feier seines einjährigem Bestehens veranstaltete erste Motocross des MSC Schlüchtern – damals „Gelände-Hindernislauf“ genannt – auf einer 800m langen Strecke rund um die Bombentrichter auf der Lieserhöhe hoch über Schlüchtern.
Goldmedaillen errangen in der Klasse bis 125 ccm die MSC-Fahrer Fritz Jahn (Breitenbach) auf einer DKW und Gerhard Mader auf seiner Eigenbau-Puch. In der Klasse ab 150 ccm gewann Georg Schmidt (Breitenbach) auf Puch 150 und Willi Jäger (Schlüchtern) auf einer Tornax 175 jeweils Goldmedaillen. Bei den 500-ern errang Hermann Sauer (Elm) auf DKW eine Bronzemedaille, Heinz Würfl wurde nach Ausfall durch technischen Defekt mit dem Pokal für den Tagesschnellsten ausgezeichnet.

Im Laufe des Jahres starteten wieder zahlreiche MSC-Fahrer bei Grasbahnrennen und Gelände-Hindernisläufen – am erfolgreichsten: Fritz Gass, Gerhard Mader, Hermann Sauer und Heinz Würfl. Seinen Einstand bei Rennveranstaltungen gab Willi Urbach (Schlüchtern) bei der Geländefahrt in Dietzenbach in der 100ccm-Klasse auf einer Triumph.
Im Zuge eines Sportfestes in Schlüchtern durften die Motorradsportler  den beeindruckten und begeisterten Zuschauern „Demonstrationsfahrten“ vorführen.

Grasbahnrennen wurden beim MSC Schlüchtern ab 1954 – mit dem ersten Rennen in den „Sauren Wiesen“ – am Rande der Schlüchterner Innenstadt ausgefahren. Auf mehreren Rennplätzen rings um Schlüchtern  folgten in den nächsten Jahren bis 1966 noch zwölf weitere Grasbahnrennveranstaltungen. Zahlreiche MSC-Fahrer konnten sich in diesen Jahren in der deutschen Grasbahn-Elite behaupten – allen voran Heinz Würfl auf DKW. Willi Urbach vom MSC Schlüchtern errang in den folgenden Jahren mehrmals den Titel als Hessenmeister im Grasbahnrennsport.
*Ein schönes Filmchen von einem Rennen in den „Sauren Wiesen“ gibt es auf Youtube unter: „Wilde Kerle Grasbahn Rennen 1953“ (die Jahreszahl dabei ist allerdings ein Jahr zu früh).
In Ermangelung von geeigneten Flächen und strengeren Auflagen entschloss sich der Vorstand 1966, keine Grasbahnrennen mehr zu veranstalten.

Im Juli 1967 und in 1968 standen nach vielen Jahren Unterbrechung wieder Motocrossrennen, diesmal auf dem „Neidhofgelände“, auf dem Programm. Am Start waren unter den ca. 90 Teilnehmern sehr bekannte Fahrer wie der Deutsche Moto-Crossmeister und spätere Vizeweltmeister Willi Bauer auf einer Neckermann-Jawa-MZ sowie die Spitzenfahrer Günther Eckenbach und Wilhelm Diehl.

An Pfingsten 1967 rief der MSC Schlüchtern das schon früher vom Deutsch-Amerikanischen Auto-und Touringclub auf der Strecke von Marjoß zum „Bellinger Kreuz“ durchgeführte „Spessartbergrennen“ erneut ins Leben.
Von 1967 bis 1970 fanden diese bis heute bekannten Bergrennen auf der sehr selektiven 3,4 km langen Strecke zwischen Oberzell und Sterbfritz statt. Bekannte Rennfahrer wie Jochen Maas, Harald Ertl, Gerd Schüler, Prinz Leopold von Bayern, Jürgen Neuhaus, Walter Lehmann und Siegfried Spieß waren am Start.
Willi Urbach vom MSC Schlüchtern – der mehrmals Hessenmeister im Grasbahnrennsport war – gewann beim letzten Spessartbergrennen 1970  auf seinem Austin Cooper die Serien-Tourenwagenklasse bis 1000 ccm.

Die Mitgliederversammlung des MSC Schlüchtern beschloss 1968 den Wechsel seines Dachverbands: vom DMV zum ADAC Hessen.

Im April 1968 verunglückte Heinz Würfl, der weithin bekannte und sowohl auf zwei wie auch auf vier Rädern äußerst erfolgreiche Sport- und Rennleiter des MSC Schlüchtern, bei einem Verkehrsunfall auf Höhe des Distelrasens tödlich. Heinz war nahezu immer auf seiner „Stammmarke“ DKW im Motorrad- als auch im Automobilsport unterwegs – bei Grasbahnrennen, Geländefahrten oder im späteren Motocross, bei Berg- und Rundstreckenrennen sowie im Rallyesport. Wenn das Material hielt, war er immer bei den Schnellsten.

Am 16.März 1969 dann die große Premiere: Das 1. Nationale ADAC Autocross Schlüchtern. Der weithin bekannte Schlüchterner Rennfahrer und 1.Vorsitzende des MSC Ewald Pauli „importierte“ Autocross als neue Automobilsportart nach Deutschland – hinter Österreich die erst zweite Autocross-Veranstaltung auf dem europäischen Festland.

Auf einer Ausweichstrecke am alten Weiperzer Sportplatz – die ursprünglich geplante Strecke bei Niederzell stand unter Wasser – ging am 16.März 1969 das erste nationale Autocross auf deutschem Boden bei teilweise winterlichen und sehr schlammigen Wetterverhältnissen über die Bühne. Es waren nur Tourenwagen – die meisten mit Strassenzulassung – am Start.

Sensationell gewann der für den Fuldaer AC startende Lothar Weber aus Hofbieber/Rhön auf seinem Opel Rallye-Kadett 1900 gegen den Ford-Werkspiloten Hubert Hahne auf einem über 180 PS starken Werks-Ford Escort BDA.

Für das am 29. März 1970 ausgetragene zweite und das Anfang September 1970 veranstaltete dritte Autocross des MSC Schlüchtern wechselte der MSC auf ein Gelände im „Ratzerod“ oberhalb von Hohenzell. Bei den Rennen waren  teilweise abenteuerliche Konstruktionen am Start – vom „Strassen“-PKW (Goggomobil bis Mercedes S-Klasse) über die ersten Cross-Buggys bis hin zum US-Strassenkreutzer einiger GI´s aus Fulda. Es war eine sehr schlammige, zähe Angelegenheit. Ewald-Freund und Rallye-Ass Helmut Bein war mit seinem BMW 2002 Rallyeauto am Start.

Auf Betreiben des MSC mit dem weithin bekannten Ewald Pauli an der Spitze stellte die Stadt Schlüchtern dem Club dann ein verwildertes, versumpftes Gelände westlich neben dem ehemaligen Deponiegelände im Bereich der sogenannten „Appelswiese“ zwischen Schlüchtern-Innenstadt und dem Ortsteil Hohenzell als Vereinsgelände zur Verfügung.
Nach gewaltigem Arbeits- und Finanzeinsatz sowie großer Hilfe von außen – bis hin zur Bundeswehr – konnte 1971 das erste Autocrossrennen in Deutschland auf einer permanenten Rennstrecke gestartet werden.

Ewald Paulis Kontakte machten es möglich, zu den deutschen Autocrossern auch Fahrer aus Holland, Belgien, Österreich und England an den Start zu holen.
Neben dem heute aus der Berichterstattung von der Dakar-Rallye bekannten Jan de Rooy aus Holland waren der englische Autocross-Star Rod Chapman mit seinem Werks-Ford Escort TwinCam und der Vater des österreichischen Ex-F1-Fahrers Alex Wurz, Franz Wurz, auf einem Spezial-Crossbuggy angetreten.

Lokalmatador Fritz Gass vom MSC Schlüchtern konnte bei diesem Premierenrennen vor fast 7000 Zuschauern !! (davon träumen wir heute…) überraschend auf den 4. Platz der Gesamtwertung fahren.

1971 ereilte unseren Verein eine weitere Schreckensmeldung: Erich Bertholdt verunglückte am Höhepunkt seiner Karriere beim Finallauf um die Deutsche Motorradmeisterschaft am Nürburgring tödlich. Nachdem er seit 1954 sehr erfolgreich zahlreiche Grasbahnrennen bestritten hatte, wechselte er nach längerer Pause 1969 in den Straßenmotorradrennsport und konnte mit seiner schweren Kawasaki bald die ersten Erfolge bis hin zur Führung im OMK-Pokal und damit um den Kampf zum Titel des Deutschen Meisters feiern.

1972: Neben den beiden Autocross-Veranstaltungen im Frühjahr und im Herbst durfte der MSC Schlüchtern im August dieses Jahres zwei Sonderprüfungen – rund um das Autocrossgelände und auf der legendären Asphaltprüfung Gundhelm-Oberzell-Sterbfritz –  zur Olympia-Rallye, die anlässlich der Olympischen Spiele in Deutschland veranstaltet wurde, durchführen. International aktuelle und spätere Spitzenstars wie der damals noch relativ unbekannte Walter Röhrl auf einem Ford Capri RS  waren in dem riesigen Starterfeld mit insgesamt 360 !! Fahrzeugen am Start in Kiel. Nach dem Start am Montag, 14. August, ging es über rund 70 Sonderprüfungen quer durch Deutschland u.a. über den Nürburgring und den Hockenheimring nach München, wo fünf Tage !! später am Freitag, 18. August, das Ziel auf dem Olympiagelände erreicht wurde.

1976 erhielt der MotorSportClub (MSC) Schlüchtern den Zuschlag für den ersten Lauf zur Autocross- Europameisterschaft in Deutschland, bis 1988 richtete der MSC dann jährlich eine EM-Veranstaltung aus.

1979: Zehn Jahre Autocross in Schlüchtern, nachdem in 1969 das Autocross-Debüt in Deutschland beim MSC Schlüchtern stattfand. Von Ewald Pauli  wurde viel Pionierarbeit für den Autocrossport   geleistet, die Zahl der Veranstalter in ganz Europa wuchs in diesen Jahren immens. Seit 1976 wird Autocross mit dem Prädikat „Europameisterschaft“ ausgefahren.
Bei den beiden – am Donnerstag und Freitag Nacht als spektakulären Rundkurs gefahrenen – Sonderprüfungen „Sterbfritz-Oberzell-Gundhelm-Sterbfritz“ der  ADAC-Rallye Hessen im Juni waren die vielen, für die Abwicklung und Sicherheit zuständigen, Helferinnen und Helfer des MSC stark gefordert.

Nach dem Lauf zur Autocross-EM im April 1980 war die Durchführung von drei !! Sonderprüfungen im Rahmen der Rallye Deutschland ein weiteres, allerdings sehr anstrengendes, Highlight für den MSC. Die drei Sonderprüfungen Gundhelm-Oberzell-Sterbfritz, Autocross-Gelände Hohenzell und Bellinger Kreuz-Marjoß erforderten wieder einen riesigen Aufwand und Einsatz von Helfern und Clubmitgliedern.

1981-1985: Neben den Autocross-Rennen – meist mit EM-Prädikat – wurden vom MSC Schlüchtern „200-er“ Rallyes, Rallye-Sonderprüfungen, Automobil-Slalom- und Geschicklichkeitsveranstaltungen sowie Fahrrad- und Kettcarturniere ausgerichtet.
Willi Schneider (Elm) auf seinem VW 411 Variant und Jürgen Kreß (Schlüchtern) mit seinem Fiat 850 Coupe´ starteten bei zahlreichen überregionalen Slalom- und Geschicklichkeitsveranstaltungen sehr erfolgreich für den  MSC Schlüchtern. Oftmals wurde bei zwei Veranstaltungen pro (Sonn-)Tag gestartet.

Im Januar 1986 brannte das Start- und Zielhaus aufgrund von Brandstiftung bis auf den Boden nieder. In den darauf folgenden Monaten musste für die anstehende Saison bei teilweise winterlichen Verhältnissen ein neues Vereins-/Start- und Zielhaus errichtet werden. Es ist das in dem heutigen Clubhaus noch integrierte Gebäude.

In 1988 wurde im April der erste Lauf zur Autocross-EM 1988 ausgerichtet.
Highlight des Jahres war das Finale der Autocross-Europameisterschaft der Nationalmannschaften im Oktober 1988. Die Sensation war perfekt, als die fünf deutschen Fahrer den EM-Titel in Schlüchtern errangen !!

1989: Der MSC Schlüchtern feierte sein nächstes Sport-Jubiläum: 20 Jahre Autocross in Schlüchtern mit mittlerweile 31 Autocrossrennen – immer zur Deutschen, meistens zur Europameisterschaft zählend.
MSC-Fahrer Erwin Schmidt (Grebenhain) gewann die Klasse der Spezial-Autocrosser bis zwei Liter Hubraum, Fritz Gass überschlug sich und schied aus.

1994 wechselte die Vereinsführung von Ewald Pauli an seinen Neffen Gerhard Pauli, der bis Anfang 2004 das Amt des 1. Vorsitzenden bekleidete. Ewald Pauli wurde zum Ehrenvorsitzenden des MSC Schlüchtern ernannt.

1997 stand nach rund 30 Jahren Unterbrechung beim MSC Schlüchtern dann endlich wieder einmal eine – durch den 2. Vorsitzenden und aktiven Motocrosser Wolfgang Fröhlich initiierte – Motorradveranstaltung auf dem Programm: eine Enduro-Zuverlässigkeitsfahrt über 3 Stunden nach dem Reglement der Interessengemeinschaft Endurosport (IGE). Der, seit einiger Zeit im Innenraum der Rennstrecke vorhandene, Motocross-Parcours wurde durch eine selektive Waldpassage im Außenbereich des Clubgeländes auf ca. 4,5 km verlängert.
Der Autocross- DM-Lauf war in diesem Jahr die 40. Autocross-Veranstaltung des MSC.

Im Juli 1997 verstarb Ewald Pauli – unser langjähriger erster Vorsitzender, Ehrenvorsitzender und „Vater“ des Autocross in Deutschland. Ewald war von jungen Jahren an begeisterter und sehr erfolgreicher Motorsportler auf zwei und vier Rädern – sein Leben war der Motorsport. Er war Träger der höchsten Auszeichnungen, die der Motorsport zu vergeben hat und maßgeblicher Gestalter des MSC Schlüchtern. Als Motorsportler, Fahrlehrer und vor allem als Betreiber der legendären Bar „Parc ferme´“ in Schlüchtern war er weithin bekannt.

Die über die Jahre anhaltenden Instandhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen an der Strecke durch die emsigen Clubmitglieder und entsprechende finanzielle Aufwendungen reichten nicht mehr aus, um das FIA-Europameisterschafts-Prädikat zu behalten. 1997 und 1998 musste das Eigenkapital in Verbindung mit Zuschüssen – hauptsächlich des ADAC – in weitere Umbauarbeiten investiert werden.

1998 beschlossen die Vereinsmitglieder auf ihrer Hauptversammlung, die Strecke im Andenken und zu Ehren ihres  verstorbenen legendären Ehrenvorsitzenden „Ewald-Pauli-Ring“ zu nennen.
Nach neun Rennen in sieben Ländern richtete der MSC Schlüchtern die Jahressiegerehrung der Autocross-EM 1998 aus.

1999: 30 Jahre lang veranstaltete der MSC Schlüchtern nun schon Autocrossrennen in Deutschland. Die damalige 42. Veranstaltung zählte wieder zur Europameisterschaft.
Im Sommer wurde wieder ein Lauf zur IGE-3h-Enduromeisterschaft mit rund 400 Teilnehmern an zwei Tagen ausgefahren.
Durch tatkräftigen Einsatz der Mitglieder wurden der Strom- und der Wasseranschluss von der Kompostierungsanlage aus bis zum Clubhaus und zum Stellplatz des Festzelts realisiert.

2001 gab es dann erstmals innerhalb des Autocross-DM-Laufs ein Langstreckenrennen über eine Stunde für Autocrosstourenwagen, das sowohl von den Fans wie von den Fahrern begeistert aufgenommen wurde.

2002: 50 Jahre MSC Schlüchtern – ein Jubiläum mit dem 45. Int. Autocross im Mai, einem Lauf zur Autocross-EM und darin integriert das  zweite Langstreckenrennen über eine Stunde für Autocrosstourenwagen . Die IGE- 3h-Enduroveranstaltung im Juli und eine zünftige Geburtstagsfeier im September über 3 Tage auf dem Gelände des damaligen Brauhauses Schlüchtern rundeten das Jubiläumsjahr ab.

2004: Bei der Jahreshauptversammlung Anfang 2004 übergab Gerhard Pauli den Vereinsvorsitz an Harald Köpf, der bis heute in dieser Position aktiv ist.

2006 war das Premierenjahr des in den folgenden Jahren sehr erfolgreichen ADAC Bergwinkel-Autocross-Cups (BACC) als Zuverlässigkeitsfahrt mit drei Läufen pro Saison. Ausschreibung und technisches Reglement dazu erstellten einige Vereinsmitglieder selbst. Der Cup richtete sich an Hobbyfahrer und Einsteiger in den Autocrossport, die hier die Gelegenheit bekamen, erste Erfahrungen zu sammeln und ihre motorsportlichen Ambitionen auf einer Rennstrecke und nicht auf öffentlichen Straßen auszutragen. Zahlreiche „Bergwinkel-Cupper“ stiegen in der Folge mit ihren, im Bergwinkel-Cup gemachten, Erfahrungen erfolgreich in die Auto- und Rallycross-DM auf.

Im Schnitt 70 Teams mit bis zu knapp 100 Fahrerinnen und Fahrern – die meisten aus der näheren Umgebung – nutzten anfangs dieses, vom ADAC Hessen-Thüringen genehmigte, Cubsportangebot und boten dabei sehenswerten Autocross-Motorsport.

Erste Gesamtsieger des ADAC Bergwinkel-Autocross-Cups 2006 wurden nach 3 Einzelläufen die Schlüchterner Brüder Arne und Björn Urbach auf ihrem VW Scirocco.

Es stellte sich immer dringender die Notwendigkeit, ein modernes und in allen Belangen zeitgerechtes Start- und Zielhaus zu haben – Sanitäreinrichtungen, Räume für die Zeitnahme, Rennbüro, Sportkommissare usw.
Nach vielen Überlegungen, Vorarbeiten und Besprechungen erhielt der MSC Anfang 2007 die Baugenehmigung für die Erweiterung des Start-und Ziel-/Clubhauses. Daraufhin mussten aufwendig zahlreiche Kostenvoranschläge eingeholt werden, um damit Zuschussanträge zur Finanzierung dieses größeren Projekts stellen zu können.

Am 17. Mai 2007 wurde der 55. Gründungstag des MSC auf dem Clubgelände mit einem schönen Helferfest gefeiert.
Die Bellingser Brüder Michael und Ottmar Gaul errangen mit ihrem VW Golf den Gesamtsieg des ADAC Bergwinkel-Autocross-Cups 2007.

Im März 2008 begannen nach der Sicherstellung der Finanzierung die Vorbereitungen zur Erweiterung des Start- und Zielhauses, das dringend den Anforderungen an ein modernes und zeitgerechtes Funktionsgebäude – Rennbüro, Zeitnehmerraum, Besprechungsraum für die Sportkommissare, Toiletten und Duschen usw. – angepasst werden musste. Gleichzeitig wurde die Erneuerung des baufällig gewordenen Verpflegungsstands am oberen Ende der Start- und Ziel-geraden in Angriff genommen.

Parallel dazu liefen Planungen und Vorbereitungen an für die Option, auch Rallycrossrennen durchführen zu können. Hierzu war es nach den Standarts dafür erforderlich, einen Teil der Autocrossstrecke kostenintensiv zu asphaltieren. Ermöglichen konnten wir dieses Projekt dann u.a. nur durch Zuschüsse von mehreren Seiten und unseren Sponsor Rene´ Münnich, aktiver Rallycrosser und Chef von all-inkl.com.

Den ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2008 gewann MSC-Mitglied Andreas Schüler (Marborn) mit seinem Audi Quattro Coupe´.

Im Jahr 2009 waren neben dem Autocross-DM-Lauf die Läufe zum ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup und im Motorradbereich das Twins-Only-Endurotreffen und der Lauf zur IGE-3-h-Enduromeisterschaft die größten Veranstaltungen. Neben der Jugendfreizeit gab es eine Clubmeisterschaft. Auch der Beginn der baulichen Tätigkeiten am Clubhaus, des oberen Verpflegungsstands im Bereich der Kurve 1 und der Rallycrossstrecke nahmen uns zeitlich stark in Anspruch. Der Sponsorvertrag mit Rene´ Münnich, aktiver Rallycrosser und Chef von all-inkl.com, konnte abgeschlossen werden und versetzte uns in die Lage, die Erweiterung von der Autocross- in eine Rallycrossstrecke vorzunehmen.
Den ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2009 holten sich für das PKS-Team Mernes Benno Eich und Wolfgang König.
Thomas Leipold und Lena Kaufmann, das hoffnungsvolle Rallye-Nachwuchsteam des MSC Schlüchtern, gewann bei der letzten Saisonveranstaltung sensationell den Suzuki-Rallye-Cup 2009 gegen stärkste Konkurenz.

Im Jahr 2010 war es dann endlich soweit, für viele MSC-Mitglieder ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: das
1. ADAC Rallycross Schlüchtern wurde auf der neu fertiggestellten Rallycross-Strecke mit Bravour durchgeführt. Eine spektakuläre Veranstaltung sowie viel Lob und Anerkennung von allen Seiten waren der schöne Lohn für die Mühen der vielen Helferinnen und Helfer. Das 2. ADAC Rallycross Schlüchtern folgte im Herbst 2010.

Die Meister des ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2010 wurden erstmals in getrennten Klassen ausgefahren: 2-WD und 4-WD. Das PKS-Team (Paulowitsch/König/Sachs) aus Mernes räumte dabei voll ab: Sieger in der 2-WD-Klasse wurde Jörg Herold, in der 4-WD-Klasse das Trio Benno Eich, Wolfgang König und Marco Paulowitsch.

2011 wieder ein Autocross-DM-Lauf und zwei Rallycoss-DM-Läufe.
Hans Kirchhof vom MSC Schlüchtern fuhr beim Finallauf auf seiner Heimstrecke mit seinem Porsche 911GT3 seinen vierten Titel als Deutscher Rallycrossmeister ein – der Jubel darüber war natürlich überall enorm.

Eine Premiere gab es im ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2011: das Trio Benno Eich, Wolfgang König und Marco Paulowitsch vom PKS-Team aus Mernes konnte seinen Titel aus 2010 erfolgreich verteidigen.

Die vom MSC ausgerichtete, sehr gelungene, Jahresmeisterfeier der Deutschen Rallycrossmeisterschaft 2011 in Wallroth rundete mit fast 400 Teilnehmern das Sportjahr ab – Hans Kirchhof feierte seinen 4. DM-Titel und das noch bei seinem „Heimspiel“  entsprechend ausgiebig.

Auch 2012 war vollgepackt mit Rennveranstaltungen.
Neben einem Lauf zur Autocross-DM und zwei Läufen zur Rallycross-DM war der ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup wie in den vergangenen Jahren mit 3 Läufen am Start.
Eine Sonderprüfung der Main-Kinzig-Rallye wurde auf dem Rallycross-Kurs ausgefahren.
Der MSC Schlüchtern e.V. besteht im Jahr 2012 seit  60 Jahren! Ein Vereinsausflug zur Rallycross-EM in Buxtehude, die Feier zum 60.Geburtstag des MSC Schlüchtern und die Jahresabschlussfeier wurden sehr gut angenommen und förderten den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder und Helfer.
Gesamtsieger des ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2012 wurde in der 2WD-Wertung Michael Nufer (Bad Hersfeld) auf einem Mitsubishi Colt und in der 4WD-Wertung Bernd Kreß (Freiensteinau) auf Subaru Impreza.

2013 zeichnete der Landessportbund Hessen (LSBH) den Verein mit dem 3. Platz beim Klimaschutzpreis für seine, von Clubmitglied Bernd Börner erstellte, Anlage zur Heizungs- und Warmwassererzeugung ohne Verwendung von fossilen Brennstoffen aus.

Der ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup mit 3 Läufen sowie der Autocross-DM-Lauf und ein Rallycross-DM-Lauf waren wieder die größten Veranstaltungen des Jahres 2013.
Hansi Sachs vom PKS-Team Mernes holte auf seinem Opel Astra knapp und überraschend den Gesamtsieg beim ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2013.

Björn Urbach vertrat 2013 den MSC Schlüchtern als großartiger „Kalter Markt“-Präsident maximal gut – mit großem Spaß und vollem Einsatz. Highlight seiner Präsidentschaft war der Empfang bei Ministerpräsident Volker Bouffier im Schloss Bieberach in Wiesbaden.

Im Jahr 2014 erzielte der MSC Schlüchtern mit seinem gegenüber 2013 nochmals erweiterten und verbesserten Energiekonzept einen sehr beachtlichen Erfolg: Den 1. Platz beim Umweltpreis des Deutschen Motorsportbundes (DMSB).
Neben dem bekannten System zur Heizungs- und Warmwassergewinnung durch Solarpanels, Holz- und Pelletöfen – d.h. ohne Verwendung von fossilen Brennstoffen –  wurde eine Anlage zur Bewässerung/Staubbindung der Rennstrecke durch Speicherung von Dachflächenwasser und Beregnung mittels Sprenklern installiert.

Ein Autocross(AX)-DM-Lauf, ein Rallycross(RX)-DM-Lauf und der ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup mit 3 Läufen wurden ausgefahren.
Frank Börner (Elm) konnte das Image des ewigen Zweiten abstreifen und gewann nach 3 Einzelläufen auf seinem Seat Ibiza den ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2014.

Premiere in 2015: Zum ersten Mal wurden das Auto- und das Rallycross als Doppelveranstaltung mit 120 TN an einem Wochenende ausgetragen, was durch das gute Wetter und damit der vollen Nutzung der Stellflächen im Fahrerlager ein imposantes Bild und tollen Sport bot.
Der Bergwinkel-Autocross-Cup mit 3 Läufen und eine IGE-Enduro-Veranstaltung rundeten das Sportjahr ab.
ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2015: Andreas Wendling/Volker Schwab (Bruchköbel) auf BMW 325i sicherten sich im 5. Anlauf  mit einem Tagessieg den Gesamtsieg im Cup 2015.

Auch 2016: Auto- und Rallycross-DM als Doppelveranstaltung mit diesmal 142 TN. Hierbei stießen die Verantwortlichen des MSC sowohl an die räumlichen als auch an die physischen Grenzen, sodass beschlossen wurde, in 2017 wieder AX und RX getrennt zu fahren.

Der ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup 2016 war spannend. Sascha Bensing (Freiensteinau) mit seinem VW Golf hielt nach dem 2. Lauf die Führung im Gesamtklassement. Durch technische Probleme fiel er im Finallauf zurück und das Frankfurter Trio um Jussi Schneider, Steffen Kurz und Michael Weis holten mit ihrem Audi 100 Quattro den Gesamtsieg 2016.

Sandra Fahrein-Schäfer wurde zur „Kalter Markt“-Präsidentin 2016 gewählt und vertrat unseren Verein großartig  mit viel Charme, Spaß und Freude .

In 2017 feierte der MSC Schlüchtern am 17.Mai seinen 65.Geburtstag mit einem zünftigen Fest auf dem Clubgelände und richtete danach sein 60. ADAC Autocross Schlüchtern als DM-Lauf aus.
Neben dem Rallycross-DM-Lauf fand eine Veranstaltung im Modus des ADAC Bergwinkel-Autocross-Cups sowie die Vereins-Motocross-meisterschaft statt. Leider musste der ADAC Bergwinkel-Autocross-Cup mit jährlich 3 Läufen eingestellt werden – die Helferinnen und Helfer des MSC verlangten eine Reduzierung der jährlichen Veranstaltungen.
Auf dem Clubgelände, am Clubhaus sowie an den Sicherheitseinrichtungen an der Strecke wurden arbeits- und kostenintensive Baumaßnahmen durchgeführt.
Ein High-Light in 2017 war die mehrtägige Jugendfreizeit unter Leitung unserer ADAC-C- Lizenztrainer und der Teilnahme befreundeter Vereine und Gäste.

Die Motorsportsaison 2018 begann mit einem Lauf zur IGE-3h-Enduromeisterschaft und rund 300 Teilnehmern, darunter erstmals eine Klasse für Motorräder mit Elektroantrieb.
Das, in allen Belangen, sehr gelungene Autocross mit über 90 Nennungen war ein weiteres Highlight dieser Saison.
Der Lauf zur DRX musste aufgrund der höchsten Waldbrandgefahrenstufe von Mitte August auf Ende September verschoben werden. Trotzdem war auch diese Veranstaltung durch zahlreiche internationale Starter sehr spektakulär und erhielt wie die beiden anderen höchstes Lob von allen Seiten.
Die Jugendfreizeit und das Vereins-Motocross sowie die Vereins- präsentation am „Hellen Markt“ der Stadt Schlüchtern, Trainings und viele Arbeiten an Strecke und Vereinsgelände ließen das Jahr schnell vorbei gehen.

2019 stand ein stolzes Jubiläum an: 50 Jahre Autocross in Schlüchtern und Deutschland – denn: am 16. März 1969 richtete der MSC Schlüchtern das ERSTE Autocross in Deutschland aus!
In diesen vergangenen 50 Jahren wurden 62 DM- und EM-Autocrossrennen beim MSC Schlüchtern veranstaltet!

Die Läufe zum 3h-Enduro der IGE, eine Kinder- und Jugendfreizeit, ein Vereins-MX sowie die DM-Läufe im Auto- und Rallycross wurden erfolgreich und mit sehr guten Starterzahlen ausgetragen.

Highlights des Jahres 2019 waren die,  im Rahmen des Autocross-DM-Laufs im Festzelt durchgeführte, sehr gelungene Jubiläumsfeier mit zahlreichen „Haudegen“ dieser vergangenen Jahre sowie die Anfang November vom MSC ausgerichtete Jahresmeisterfeier des Deutschen Autocross Verbands (DAV) für die besten Autocrosser der Saison 2019 in der Stadthalle Schlüchtern mit rund 200 Gästen.
Andreas Wendling, Patrick Siebert und der Sportleiter des MSC Björn Urbach starteten regelmäßig bei den Läufen zur Deutschen Rallycrossmeisterschaft, bei der Björn im letzten Lauf seinen ersten Sieg in der DRX feiern konnte. Tim Kulikowski – Mitglied des MSC Schlüchtern – gewann auf seinem Opel Corsa die Rallycross-Nachwuchsfahrerwertung 2019 des dmsj (Deutsche Motorsport Jugend).

2020: Nach unserer Jahreshauptversammlung am 17. Januar machte die Corona-Pandemie ab Februar alle Planungen bezüglich Rennveranstaltungen, Tests und Trainings zunichte – die angemeldeten Meisterschaftsläufe zu den DM mussten abgesagt werden, das Clubleben insgesamt wurde insgesamt stark eingeschränkt.
Ab August traten glücklicherweise Lockerungen der Einschränkungen ein – die Kinder- und Jugendfreizeit mit den befreundeten Vereinen MSF Sinngrund (Obersinn) und MRSC Mernes konnte mit Rekordbeteiligung von 42 Kindern und Jugendlichen bei großer Begeisterung und tropischen Temperaturen durchgeführt werden.
Großes Lob hierfür erhielten von den Kindern und  Eltern unsere ADAC-C-Lizenz-Motocrosstrainer Björn Gärtner, Tim und Max Lutz und Johannes Hufnagel.
Der Test- und Trainingstag für Auto- und Rallycrosser Anfang August wurde von über 30 Teilnehmern dankbar angenommen – viele waren glücklich, endlich mal wieder ihre Fahrzeuge bewegen zu können.
Das Jahr 2020 endete so, wie es begonnen hatte – mit erheblichen Einschränkungen des privaten und Vereinslebens, die sich auch in das Jahr 2021 hinein zogen.
Die Mitgliederversammlung 2021 war terminiert, musste jedoch wieder abgesagt werden.

2021 war bis in den April hinein generell kein Freizeitsport auf Sportanlagen möglich. Danach erfolgte eine Lockerung zur Sportausübung für Kinder unter 14 Jahren sowie für Individualsportarten – wozu laut DOSB-Bestätigung auch die Motorsportarten zu zählen sind. Nach Genehmigung eines Verhaltens- und Hygienekonzepts durch das Ordnungsamt der Stadt Schlüchtern konnten unter diesen Auflagen und Einschränkungen ab Mitte April wieder Trainings durchgeführt werden.
Die IGE-3h-Enduroveranstaltung Ende April und der Autocross-DM-Lauf Mitte Juni mussten aufgrund der Coronasituation abgesagt werden.

Die zwei – im Juli – erstmals beim MSC ausgetragene Läufe zum ADAC Weser-Ems-Rallye-Sprint-Cup mit insgesamt 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf – vom ADAC Weser-Ems gestellten – identischen Rallyeautos waren nach Aussage aller sehr anspruchsvoll und wurden sowohl von den Teilnehmern als auch von den Verantwortlichen sehr gelobt. Thomas Leipold – 2009 Gesamtsieger des Suzuki-Rallyecups – hatte die Organisation und Gesamtleitung übernommen und mit seiner Erfahrung den Fahrerinnen und Fahrern dieses Nachwuchscups einen selektiven Streckenverlauf mit wechselndem Belag und wechselnder Fahrtrichtung im zweiten Lauf geboten.

Im August folgte dann die alljährliche Kinder- und Jugendfreizeit mit 30 TN – u.a. von den befreundeten Vereinen aus Mernes, Obersinn und Kassel/Spessart. Dieses Jahr bei sehr nasser Witterung, was dem Spaß und Lernerfolg jedoch keinen Abbruch tat.

Der September bot dann den Höhepunkt des Motorsportjahres 2021: das 14. und 15. ADAC Rallycross mit zwei DM-Läufen an einem Wochenende. Durch kurz vorher gelockerte Coronabestimmungen durften erstmals seit langem sogar wieder Zuschauer ohne Corona-Tests eingelassen werden.
Der MSC war mit zahlreichen Startern in den verschiedenen Klassen vertreten – allen voran Björn Urbach, zu dem Zeitpunkt zweiter der Gesamtwertung der DRX. Patrick Siebert auf seinem Honda Civic Super1600, Andreas Wendling und Tobias Weigel auf ihren starken BMW 328i, Sven Zimmer mit dem bärenstarken Opel Corsa sowie Tim Kulikowski (Opel Corsa) bei den Junioren, Dietmar Brandt (VW Golf) und Aron de Haas (BMW) komplettierten das MSC-Fahrerteam. Andreas Traudt absolvierte seine ersten beiden Meisterschaftsläufe.
Björn Urbach war an beiden Tagen der große Pechvogel und schied jeweils mit technischem Defekt aus, konnte jedoch glücklicherweise seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung halten. Die beiden BMW-Piloten Weigel und Wendling, Dietmar Brandt sowie Sven Zimmer sicherten sich in ihren stark besetzten Klassen Podestplätze, Tim konnte nur am Sonntag starten und gewann seine Klasse souverän.

Ende Oktober feierten die kleinsten Crosser mit ihren 50ccm-Maschinen bei bestem Wetter und mit großem Eifer einen sehr gelungenen Saisonabschluss.
Einen ebenfalls gelungenen Saisonabschluss veranstalteten die vier Rallycross-Teams von Andreas Wendling, Tobias Weigel, Björn Urbach und Patrick Siebert. Bei allerdings weniger schönem Wetter nutzten sie das Event, um einmal „Dankeschön“ zu sagen und ihre Helfer, Unterstützer und Familienangehörigen im Rennauto mitzunehmen.

Der MSC Schlüchtern hat im Laufe der Jahre nach Rennveranstaltungen in den verschiedensten Motorsportdisziplinen – Grasbahnrennen, Bergrennen und Motocross – seinen Platz im Off-Road-Motorsport mit Motocross/Enduro, Auto- und Rallycross gefunden.

Die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Vereins sind mit dem modernen Funktionsgebäude, der Auto- und Rallycrossstrecke mit integriertem Enduro- und Motocrossparcours und der auch optisch immer besser anzusehenden Motorsportarena mit Stadioncharakter geschaffen.

Zahlreiche, sehr erfolgreiche Fahrer hat der MSC hervorgebracht.

Mit Ewald Pauli, den beiden unvergessenen – leider viel zu früh tödlich verunglückten – Heinz Würfl und Erich Bertholdt waren Ewald Pauli und Horst Rausch im Rallyesport sowie Fritz Gass und Erwin Schmidt im Autocross die wohl bekanntesten Vertreter des MSC Schlüchtern ihrer Zeit.

Michael Elstner im Autocross in der nationalen Spitze und die Gewinner des Suzuki-Rallye-Cups Thomas Leipold / Lena Kaufmann haben sich danach mit ihren Erfolgen ebenfalls schon bekannte Namen gemacht.

„Speerspitze“ bei den zahlreichen aktiven MSC-Fahrern auf zwei und vier Rädern ist jedoch der 5-fache Deutsche Rallycrossmeister Hans Kirchhof auf seinem Porsche 911 GT3.